· 

Ein Glaube vor unserer Zeit

Wairua Praxis Pharao Sethos I. und Göttin Isis
Bild oben: Pharao Sethos I. und Göttin Isis

Die Religion im alten Griechenland, Ägypten und in weiter Ferne

 

Glaubensbekenntnisse und Religionen, welche wir heute wahrnehmen und kennen, erscheinen uns bekannt und oft auch logisch. Wir sind mit ihnen oder dem Wissen von ihnen aufgewachsen, kennen Menschen die diese verschiedenen Glaubensbekenntnisse und Religionen praktizieren, oder sind sogar selbst ein Teil von ihnen.

 

Doch lange vor den heute bekannten Religionen gab es spirituelle Ansichten, Glaubensrichtungen und Naturpraktiken welche uns Menschen gestützt, geleitet und begleitet haben. Noch vor dem Christentum, Judentum, Islam und Buddhismus, sowie weiteren Religionsströmungen, gab es den Glauben des Götterolymp in der griechischen Antike (griechische  Mythologie, ca. 2. Jahrtausend vor Chr.) und die ägyptische Götterwelt (ägyptische Mythologie, ca. 4. Jahrtausend vor Chr.). Diese zwei Glaubensrichtungen im Mittelmeerraum waren damals für die Menschen und deren Leben existentiell. Auch nach der Zeitrechnung Christi, wie auch heute noch, gab es für Europa fremde und unbekannte Weltanschauungen, wie zum Beispiel die der Azteken (14. Jahrhundert nach Chr.), welche sogar Opfergaben von Menschen beinhalteten. Heute sind jedoch viele alte Glaubenswege ausgestorben.

 

Im europäischen Norden waren zeremonielle Bestattungen bereits ca. im 2. Jahrtausend vor Chr. bekannt. Die ersten überlieferten Geschichten und Mythen aus dem Norden sind aus dem 1. Jahrhundert nach Chr. überliefert worden (nordische Mythologie). Heute, in unserer modernen Zeit, erleben viele alte Naturglauben und Religionen neuen Aufschwung. Es entstehen aus solchen Traditionen sogar moderne Bewegungen und Religionsgemeinschaften wie die der Wicca (20. Jahrhundert nach Chr.). Immer wieder sind wir Menschen auf der Suche nach neuen Wegen und Antworten für die Stillung alter Bedürfnisse und Fragen. Wenn ein Glaube ausgedient hat, entsteht ein neuer. Was interessant an der Beobachtung des Gesamtbildes der Gezeiten und deren Glaubensbekenntnissen und Religionen ist, zeigen oft die Zusammenhänge sowie die Similaritäten oder Ähnlichkeiten vergangener, sowie noch lebendiger und moderner Religionen.

 

Wissenschaftler gehen zum Teil auch davon aus, dass eine Religion oft von einer anderen abstammt, und die verschiedenen Glaubensrichtungen heute bis zu, auf den ersten Blick, unterschiedlichen Glaubensrichtungen von früher zurückzuführen sind. Was kann dies nun für uns bedeuten? Viele Geschichten die wir aus verschiedenen Religionen kennen, Heldensagen oder Gottheiten mit gleichen oder ähnlichen Attributen, sowie ähnliche Gottheiten und Figuren ("Parallelen zwischen Jesus und Horus, einem ägyptischen Gott") innerhalb von Geschichten, sind sich ähnlich oder miteinander vergleichbar. Oft haben dazu Religionen noch die gleichen ethischen Aspekte, gleiche Gebote oder vergleichbare Aussagen ("Füge anderen kein Leid zu"). Dort wo wir denken Innovation, Wahrheit oder die einzig richtige Antwort zu finden, liegt oft bereits etwas Vergangenes davor, welches die gleichen Aussagen teilt. Was wichtig und existentiell erscheint ist es, uns zu informieren, kritische und aufgeschlossene Fragen zu stellen, und selbst den Weg zu finden der für uns stimmt und richtig ist.

 

Wir sollten keine Angst haben oder denken etwas "glauben zu müssen", sondern unserem inneren Ruf und unserem Herzensweg folgen, die Schritte zu gehen, welche uns gut tun, hin zu mehr Bewusstsein und Erkenntnis über uns selbst und unsere spirituellen oder religiösen Einstellungen. Wir finden wunderbare Weisheiten, wertvolle Aussagen und inspirierende sowie hilfreiche Botschaften aus den verschiedensten Glaubensbekenntnissen und Religionen. Wie uns die Natur eine Fülle von Arten gibt, sollten auch wir die Fülle verschiedener Religionen nutzen und annehmen. Dabei ist es immer wichtig unseren gesunden Menschenverstand, unser Herz sowie unsere Intuition in einem engen Zusammenspiel anzuwenden.

 

Ein sehr schöner Ansatz hierzu seinen eigenen und persönlichen Weg zu finden, ist die Schlussaussage der "Wiccan Rede" (Schrift zur Schlüsselmoral der Wicca-Religion). Diese besagt: "Eight words the Wiccan Rede fulfill, An it harm none do what ye will." ("Acht Wörter vollenden die Wiccan-Rede, Wenn es keinem schadet mache was du willst."). Wenn wir uns nun dazu noch von der Liebe leiten lassen, und diese unser stetiges Ziel ist, kann kaum etwas schiefgehen. Lassen auch Sie sich inspirieren und tauchen Sie ein in vergangene Welten und alte Geschichten...

 

Herzliche Grüsse und bis ganz bald

Zusätzliche Informationen

Bei Fragen bin ich unter Kontakt gerne für Sie da.